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Ein Tagungs- und Veranstaltungshaus am Seerhein

Gemeinderat berät Kauf des Centrotherm-Gebäudes


Der Kauf des Centrotherm-Gebäudes in der Reichenaustraße durch die Stadt und die IHK nimmt konkrete Gestalt an. Die Verwaltung legt dem Gemeinderat für die Sitzung am 22.05.14 eine umfangreiche Vorlage vor, die neben dem Kaufvertrag die wesentlichen Eckpunkte des Umbaus, der Nutzung, der Kosten und des Zeitplans enthält. Im März hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, den Kauf auszuverhandeln sowie ein Nutzungskonzept und einen Businessplan für das Erdgeschoss auszuarbeiten.

 

„Eine einzigartige Chance"

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, dieses Projekt innerhalb kurzer Zeit dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen. Es ist sehr stimmig und es funktioniert als in sich geschlossenes Projekt. Mit ihm können wir dem großen Mangel an mittleren und größeren Veranstaltungsräumen in der Stadt Konstanz begegnen und es bietet eine einzigartige Chance für die weitere Entwicklung der Stadt Konstanz", erklärte Oberbürgermeister Uli Burchardt bei einem Pressegespräch am 16.05.14 im Rathaus. Auch Prof. Dr. Claudius Marx, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, äußerte sich positiv: „Es hat sich gelohnt, dass wir an dem Projekt intensiv weitergearbeitet haben. Durch die gute Zusammenarbeit und Weiterentwicklung ist es noch besser geworden."

 

Die Eckpunkte des Projekts

Der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Konstanz Friedhalm Schaal stellte bei dem Pressegespräch die Eckpunkte des Kaufs und Umbaus des Centrotherm-Gebäudes vor. Der Kaufpreis für die Stadt beträgt 4,3 Millionen Euro. Hinzu kommen Umbaukosten von 9,2  Millionen Euro (brutto). Da keine Mehrwertsteuer anfällt belaufen sich die Kosten für Kauf und Umbau auf 12,2 Millionen Euro. Hinzu kommen Einrichtungskosten von 3,2 Millionen Euro netto bzw. 3,8 Millionen Euro brutto. Beim Neubau eines vergleichbaren Veranstaltungsgebäudes wäre eine Investition (ohne Einrichtung) von mindestens 18,6 Millionen Euro (brutto) erforderlich.  Den Investitionskosten stehen geplante jährliche Pachteinnahmen von rund 280.000 Euro gegenüber. Der Betrieb des Veranstaltungshauses unter dem Dach einer städtischen GmbH, die zu diesem Zweck gegründet wird, soll ab dem dritten Betriebsjahr „schwarze Zahlen" schreiben.

 

Nutzung durch die Stadt

Die Stadt Konstanz verfolgt schon seit langer Zeit das Ziel, ein Veranstaltungshaus für kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zwecke zu realisieren. Das Centrotherm-Gebäude bietet nun die einmalige Gelegenheit, an prominenter Stelle im Stadtgebiet ein solches Vorhaben zu realisieren. Die große Fläche des Erdgeschosses eignet sich nach Umbauten besonders für Tagungen, Kongresse, Messen und Ausstellungen, darüber hinaus auch für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Eine variable Aufteilung der Räume kommt unterschiedlichen Nutzungsansprüchen entgegen. Technik- und Cateringräume sowie neu zu schaffende Konferenz- und Tagungsräume im Bereich des Foyers auf der Ebene des 1. Obergeschosses runden das Nutzungsprofil ab.

 

Nutzung durch die IHK

Die IHK Hochrhein-Bodensee beabsichtigt, ihren Standort in der Schützenstraße in Konstanz aufzugeben und sich neu zu orientieren. Die Gründe liegen vor allem darin, dass das bestehende Gebäude den Raumbedarf für die Verwaltung und der in den vergangenen Jahren stetig gewachsenen Nachfrage nach Bildungsangeboten nicht mehr decken kann. Eine adäquate Erfüllung der Aufgaben der IHK am gegebenen Standort ist damit nur noch eingeschränkt gewährleistet. Hinzu kommt, dass die Erschließung des Gebäudes  bereits seit Jahren nicht mehr den Anforderungen entspricht. Die IHK Hochrhein-Bodensee sucht deshalb nach einem geeigneten alternativen Standort, der ihr die Möglichkeit bietet, ihre Aufgaben künftig in einem zeitgemäßen Rahmen wahrnehmen zu können.

 

Zeitplan

Wenn der Gemeinderat am 22.05.14 und die Vollversammlung der IHK dem Kauf des Gebäudes zustimmen kann eine notarielle Beurkundung des Kaufvertrages und der Teilungserklärung erfolgen. Für den städtischen Teil der Investition wird ein Planungsbeirat gebildet, dessen erste Sitzung im Juli stattfinden kann. Der Baubeginn könnte Anfang 2015 erfolgen, der Umzug der IHK Mitte 2015.  Die Eröffnung des Veranstaltungshauses wäre Anfang 2016 möglich.



Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2014

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