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Überwältigende Mehrheit für Tagungs- und Veranstaltungshaus

Gemeinderat beschließt Kauf des Centrotherm-Gebäudes


Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 22.05.2014 mit überwältigender Mehrheit beschlossen, das Centrotherm-Gebäude in der Reichenaustraße zu kaufen und ein Tagungs- und Veranstaltungshaus zu realisieren. 32 Räte stimmten für den Kauf, drei stimmten dagegen und drei enthielten sich. Damit ist der Weg frei für die Realisierung eines Tagungs- und Veranstaltungshauses, das Räume bis zu 1.100 Besuchern bieten kann. Der Kauf  des Gebäudes soll gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee erfolgen. Die Vollversammlung der IHK muss dem Kauf noch zustimmen.

 

Die finanziellen Eckpunkte des Projekts

Die Verwaltung legte dem Gemeinderat eine umfangreiche Vorlage vor, die neben dem Kaufvertrag die wesentlichen Eckpunkte, Kosten und den Zeitplan enthielt. Martin Krehl vom Architekturbüro Krehl/Girke  und Michel Maugé von der Firma Congressconsult informierten über den Umbau und die Nutzung.

 

Der Kaufpreis für die Stadt beträgt rund 4,3 Millionen Euro. Hinzu kommen Umbaukosten von 9,2  Millionen Euro (brutto). Da voraussichtlich keine Mehrwertsteuer anfällt belaufen sich die Kosten für Kauf und Umbau auf rund 12,2 Millionen Euro. Hinzu kommen Einrichtungskosten von rund 3,2 Millionen Euro netto bzw. 3,8 Millionen Euro brutto. Eingeplant ist ein Risikopuffer von 15 %. Beim Neubau eines vergleichbaren Veranstaltungsgebäudes wäre eine Investition (ohne Einrichtung) von mindestens 18,6 Millionen Euro (brutto) erforderlich. 

 

Den Investitionskosten stehen geplante jährliche Pachteinnahmen von rund 280.000 Euro gegenüber. Der Betrieb des Veranstaltungshauses unter dem Dach einer städtischen GmbH, die zu diesem Zweck gegründet wird, soll ab dem dritten Betriebsjahr „schwarze Zahlen" schreiben.

 

Variable Nutzungsmöglichkeiten

Die große Fläche des Erdgeschosses eignet sich nach Umbauten besonders für Tagungen, Kongresse, Messen und Ausstellungen, darüber hinaus auch für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Sie bietet Platz für bis zu 1.100 Personen. Die Fläche kann aber auch geteilt werden, so dass Räume für 500 oder 200 Personen angeboten werden können. Technik- und Cateringräume sowie neu zu schaffende Konferenz- und Tagungsräume im Bereich des Foyers auf der Ebene des 1. Obergeschosses runden das Nutzungsprofil ab. Die IHK nutzt das 2. und 3. Obergeschoss für die Verwaltung und für die in den vergangenen Jahren stetig gewachsene Nachfrage nach Bildungsangeboten. 

 

Qualitäten des Standorts überzeugen

Zahlreiche Gemeinderäte betonten in der Sitzung die Chance, dass sich die Stadt mit dem Projekt als Wissenschafts- und Tagungsstadt weiter profilieren und neu positionieren könnte. Auch die guten Entwicklungsmöglichkeiten und die Aufwertung für das rechtsrheinische Gebiet wurden hervorgehoben. Viele überzeugte der gute Standort durch seine gute Verkehrsanbindung und die Lage am Seerhein. Kritiker bemängelten die Eile der Entscheidung, die Folgekosten und dass kein Bürgerentscheid zum Projekt durchgeführt wurde. Großes Lob erntete die Verwaltung für die hervorragende und qualitätsvolle Vorbereitung des Projekts

 

Zeitplan

Wenn die Vollversammlung der IHK voraussichtlich Ende Juni dem Kauf des Gebäudes zustimmt kann eine notarielle Beurkundung des Kaufvertrages und der Teilungserklärung erfolgen. Für den städtischen Teil der Investition wird ein Planungsbeirat gebildet, dessen erste Sitzung im Juli stattfinden kann. Der Baubeginn könnte Anfang 2015 erfolgen, der Umzug der IHK Mitte 2015.  Die Eröffnung des Veranstaltungshauses wäre Anfang 2016 möglich.



Zuletzt aktualisiert am: 23.05.2014

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