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Konstanzer Konzilspreis an Prälat Dr. Peter Klasvogt verliehen

Konzilspreispate Reinhard Kardinal Marx würdigt das europäische Engagement des
Dortmunder Theologen


Der „Konstanzer Konzilspreis. Preis für Europäische Begegnungen und Dialog" wurde am 5. November bei einem Festakt im Konstanzer Konzilgebäude an Prälat Dr. Peter Klasvogt verliehen. Das Kuratorium Konstanzer Konzilspreis zeichnete auf Vorschlag von Reinhard Kardinal Marx das umfassende europäische Engagement von Prälat Klasvogt aus und würdigte das Wirken seiner Stiftung „beneVolens" sowie seines europäischen Jugendnetzwerkes „socioMovens".


„Es ist wieder einmal Zeit, über Europa zu sprechen, es ist wieder einmal an der Zeit sich für Europa zu engagieren." Der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft, Reinhard Kardinal Marx, stellte die Zukunft Europas in den Fokus seiner Laudatio. Eindringlich forderte er zum Dialog und zu Engagement der Zivilgesellschaft. Es brauche die „Partizipation junger Menschen um Europa mit dem Leben zu füllen".


Konzilspreisträger Dr. Peter Klasvogt hob in seiner Dankesrede den Einsatz des umfangreichen europäischen Netzwerkes seiner beiden Organisationen hervor und skizzierte das beeindruckende Engagement aller Mitwirkenden für Europa, „jenes großartige Friedensprojekt, das", so Klasvogt, „seit über 70 Jahren Frieden und Freiheit garantiert". Leidenschaftlich plädierte er für „einen ›Compact for Europe": einen Aufbruch der Jugend für Europa", aber nicht ohne dabei die Unterstützung der gesamten Gesellschaft einzufordern.

 


Prälat Dr. Peter Klasvogt, Konzilspreispate Kardinal Reinhard Marx und der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt.

Klasvogt ist seit 2006 Direktor des Sozialinstituts Kommende Dortmund sowie Direktor der Katholischen Akademie Schwerte. Seit über 10 Jahren veranstaltet die Kommende unter seiner Leitung jedes Jahr eine Sozialakademie unter dem Leitwort „Europa eine Seele geben" (Jaques Delors), um angehende Verantwortungsträger für den gesellschaftspolitischen Dialog und ihr sozialethisches Engagement zu unterstützen. Er initiierte die Stiftung „beneVolens. Jugend fördern. Zukunft gestalten".

Ein weiteres Projekt ist das internationale Netzwerk „socioMovens. Giving Europe a Soul e.V.", das Jugendlichen aus Osteuropa eine Stimme verleihen und das Zusammenleben in Europa stärken will. Eingebunden in die Präsentation als Abend für Europa waren Teilnehmer des Europakonzils, das vom 2. bis 6. November in Konstanz tagte. Hundert Jugendliche aus Konstanz und seinen vier europäischen Partnerstädten Fontainebleau (Frankreich), Tàbor (Tschechien), Lodi (Italien) und Richmond (England), erarbeiteten konkrete Projekte, die in Zukunft junge Europäer für Städtepartnerschaften nachhaltig begeistern sollen.


Mit dem Konstanzer Konzilspreis zeichnet die Stadt Konstanz Personen oder Initiativen aus, die sich in besonderer Weise für ein Europa der Begegnung einsetzen und einen Beitrag zum Dialog über Europa und seine Zukunft leisten. Initiiert wurde der Preis durch ein für Europa engagiertes Kuratorium, das sich für ein Patenmodell ausgesprochen hat, bei dem ein europaweit bekannter Pate den für Europa engagierten Preisträger ernennt. Der Konstanzer Konzilspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Erstmals wurde der Preis 2015 an den Schweizer Theatermacher Milo Rau durch den Konzilspreispaten Adolf Muschg verliehen.



Zuletzt aktualisiert am: 06.11.2017

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