Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

Mit Affe und Fuchs in der Wartehalle

Studierende der HTWG produzieren Hörspiel – Präsentation am 25. November in der Stadtbücherei


Die Szene ist skurril: 13 Tiere warten auf den Abflug ihres Flugzeugs. Während sie über Stunden in der „Animal Lounge" ausharren, kommt so manche typische Eigen- und Unart zu Tage. Und auch das: Dass jeder, aber wirklich jeder versucht, etwas zu verbergen. Das Lügen und der Umgang damit - darum kreist das Kindertheaterstück von Ulrich Hub, das 13 Studierende der HTWG im Rahmen des Studium generale als Hörspiel produziert haben. Es wird am Samstag, 25. November, um 14 Uhr in der Stadtbücherei Konstanz präsentiert. Der Eintritt ist kostenfrei, es dauert 55 Minuten. Das Stück eignet sich für Kinder ab dem Alter von acht Jahren. Während des Hörspiels werden Szenen aus dem dem Stück folgenden Buch „Füchse lügen nicht" von Ulrich Hub mit Illustrationen von Heike Drewelow gezeigt. „Wir haben schon öfter mit Grundschülern in der Bücherei Hörspiele produziert. Nun bin ich gespannt, wie die Studierenden die Sache angepackt haben", sagt die Leiterin der Stadtbücherei Konstanz Ulrike Horn.

Das Hörspiel wurde im Sommersemester 2017 aufgenommen - noch unter der Regie von Felix Strasser, der zwischenzeitlich verstorben ist. Er hatte das Stück als Juror für den Otfried-Preußler-Kinderstückpreis 2013 kennen gelernt. „Schon damals wusste ich, ich will dieses Stück einmal inszenieren", hatte er im Vorfeld betont. Felix Strasser hatte als Leiter des Theater Hochschule Konstanz das Radio der Hochschule ins Leben gerufen. Als Angebot im Studium generale können Studierende hier bei der Programmentwicklung und -umsetzung mitwirken. Das Studierendenteam, das das Hörspiel eingespielt hat, möchte mit der öffentlichen Präsentation dieser Produktion von Felix Strasser seine Arbeit und sein Engagement würdigen. Schließlich hatte er sie erfolgreich dazu motiviert, neues Terrain zu betreten.

„Es war total spannend, alleine über die Stimme Emotionen zu transportieren, ganz ohne Mimik und Körpersprache", sagt der BWL-Student Michael Rees im Rückblick. Dass man im Hörspiel nicht zu sehen ist, war Motivation für Jasmin Fink. Die Kommunikationsdesign-Studentin stand noch nie auf einer Theaterbühne. „Wie in einer Schutzzone konnte ich mich ausprobieren und testen, wie ich aus mir herausgehen kann." Sie wird als schnatternde und nervöse Gans zu hören sein. Nervös zu sein, dafür hat die Gans guten Grund: Sie findet ihren Reisepass nicht. Aber vielleicht ist das auch nur ein Vorwand? Schließlich kommt der Hörer im Laufe des 90-minütigen Hörspiels jedem Tier auf die Schliche: Alle machen sich und anderen etwas vor. Die Fabel stellt so immer wieder die Frage: Darf man vielleicht doch manchmal lügen? Oder doch nicht? Ganz klar, dass bei einer solchen Fabel auch der Fuchs seine Rolle spielt.

Das Radioprogramm Fischersbräutigam
Das Radio „Fischersbräutigam" gibt es seit zwei Jahren unter http://laut.fm/fischersbraeutigam. Studierende produzieren Informations-, Musik- und Unterhaltungssendungen. In der Woche vom 27. bis 1. Dezember wird an jedem Abend um 18 Uhr eine Szene des Hörspiels „Animal Lounge" ausgestrahlt.

 



Zuletzt aktualisiert am: 09.11.2017

Ende Inhaltsbereich