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Gefahr durch Borkenkäfer: Kreisforstamt ordnet Aufarbeitung von Sturmholz an

Zum Schutz vor dem Borkenkäfer weist das Kreisforstamt Privatwaldbesitzer darauf hin, Sturm- und Käferholz in ihren Waldgebieten bis spätestens 15. Oktober 2018 aufzuarbeiten. Frischholzhiebe sollten vorerst zurückgestellt werden.


Durch Stürme im vergangenen Winter wurden in den Wäldern des Landkreises Konstanz rund 50.000 Festmeter Holz geworfen oder gebrochen. Hinzu kommt eine durch Borkenkäfer verursachte Schadmenge von bisher 30.000 Festmetern. Die sehr warme und trockene Witterung des Sommers hat die Entwicklung der Borkenkäfer als Hauptschädlinge der Nadelbäume gefördert.

In den bisherigen Schadgebieten und teilweise in Waldbeständen, in denen zuvor kein Borkenkäferbefall festgestellt wurde, ist den ganzen Sommer über immer wieder vom Borkenkäfer besiedeltes Holz angefallen. Solange die warm-trockene Witterung anhält, sind die gestressten Nadelbäume eine ideale Brutstätte der Borkenkäfer. In ihrer Vitalität geschwächt sind auch Bäume, die vom Sturm angeschoben oder deren Gipfel gebrochen sind. Aus diesem Grund ist es dringend erforderlich, Sturmholz und im Wald stehendes Käferholz rasch zu fällen und zu verwerten.

Für weitere Informationen zur Holzaufarbeitung und -sortierung sowie zum Holzverkauf stehen die zuständigen Forstrevierleiter als Ansprechpartner zur Verfügung. Sofern sie zur Durchführung der Arbeiten nicht selbst in der Lage sind, kann das Forstamt diese gegen Kostenersatz ausführen oder Unternehmer vermitteln. Bei Nichtbeachtung müssen Waldbesitzer mit einer forstaufsichtlichen Anordnung rechnen, deren Umsetzung kostenpflichtig erzwungen werden kann.

 

Folgende Merkmale deuten auf einen Befall mit Borkenkäfern hin:

  • "Spechtspiegel" unterhalb der Krone; das sind Stellen an der Baumrinde, an denen der Specht die äußere Rindenschicht weggehackt hat, um an die Borkenkäfer, die in der Rinde sind, heranzukommen.
  • Abblätternde Rindenteile; auf der Innenseite der Rinde sind Fraßgänge sichtbar. Teilweise kann man hier auch Larven oder Käfer finden, die in der Rinde überwinterten.
  • Vergilben und anschließende Rötung der Nadeln bzw. der Baumkronen.
  • Über die gesetzte Frist hinaus ist es notwendig, dass die verbleibenden Bäume im Bereich von Befallsherden durch den Waldbesitzer regelmäßig auf Käferbefall hin kontrolliert werden. Die betroffenen Bäume müssen dann sofort eingeschlagen, entrindet und entseucht werden.

 



Zuletzt aktualisiert am: 18.09.2018

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