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Vortrag des Zeitzeugen Hermann Reisch: Erst Doppelagent, dann Stasi-Knast

Hermann Reisch, ein wichtiger Zeitzeuge aus der Zeit des Kalten Krieges und der Nachrüstung, ist am Montag, den 12. November 2018 um 19.30 Uhr zu Gast in der vhs Hauptstelle Konstanz (Katzgasse 7).


Hermann Reisch war der Spion, der aus Westerstetten kam. Es war die Zeit der Nachrüstung. Mit seinem 200er Daimler fuhr der Taxifahrer den in Neu-Ulm stationierten Amerikanern nach, wenn sie ihre mobilen Raketenbatterien durch die Gegend kutschierten. Mit der Zeit kannte er alle Plätze, wo die GIs der US-Armee mit ihren Pershings für den Ernstfall übten. Reisch notierte, fotografierte und funkte von seiner Scheune aus die Ergebnisse seiner Beobachtungen in die DDR. Der Taxifahrer - Deckname "Droschke" - erzählt am Montag, 12. November 2018 um 19.30 Uhr in der vhs Hauptstelle Konstanz, wie er fünf Jahre lang als Doppelagent sowohl für den Nachrichtendienst der DDR als auch für den Verfassungsschutz der Bundesrepublik spionierte, bis er in Gera verhaftet wurde. 1987 wurde er nach dreieinhalb Jahren im Stasi-Gefängnis Bautzen II gegen einen ostdeutschen Spion ausgetauscht Es war der letzte Gefangenenaustausch zwischen den beiden deutschen Staaten.

Ein Zeitzeugenbericht aus der Zeit des kalten Krieges. Der Eintritt beträgt 7,00 € und ist für Schüler/-innen und Studierende mit Ausweis und mit der vhs-Vortragskarte frei. Schulklassen werden um Anmeldung gebeten.



Zuletzt aktualisiert am: 06.11.2018

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